Bienen im Sachunterricht der Klasse 1


Ein sehr aktuelles Thema stand in den letzten Wochen im Fokus des Sachunterrichts in Klasse 1. Bienen, die in unserer Natur wertvolle Arbeit verrichten, aufgrund ihres Giftstachels mit Respekt behandelt werden, übten auf die Erstklässler besondere Anziehungskraft aus. Angefangen vom Körperbau lernten die Kinder Bienen und ihre ähnlich aussehenden Verwandten zu unterscheiden. Sehr ausführlich beschäftigten wir uns mit der Lebensweise der Honigbiene, die sich grundlegend von der Wildbiene unterscheidet. Beeindruckend, wie organisiert das Leben eines Bienenvolkes ist!

Den krönenden Abschluss stellte der Lerngang ins  Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf am Do., den 4.7.2019 dar. Diplombiologin Fr. Ackermann zeigte den Kindern verschiedene Bienen, die im Stock der Honigbiene wohnen. Anhand toter Bienenmodelle konnten sie zudem gut die Größe von Honigbiene, Wildbiene, Hornisse, Hummel und Schwebfliege unterscheiden. In Bechergläsern beobachteten die Kinder verschiedene Wildbienen und schwärmten anschließend mit Lupen ausgestattet aus, um den Pollen bei Rosen- und Mohnblumen zu untersuchen.

Wie Honig- und Wildbienen ihren Nachwuchs mit Nahrung versorgen, stellten die Kinder in einem Spiel nach. Das Sammeln von Pollen in der Gruppe, wie bei der Honigbiene, erlebten die Kinder als leichtere Arbeit. Umso beeindruckter waren alle von der Leistung der Wildbienen-Weibchen, die nicht nur die Nahrung für ihre Brut alleine sammeln, sondern auch für den Bau der Zellen verantwortlich sind. Anhand eines positiven Beispiels einer Wildbienen-Nisthilfe und dem Blick in das Innere einer Brut-Röhre bekamen die Kinder eine Vorstellung davon, wie Wildbienen leben.

Den Weg durch eine Wildblumenwiese hinüber zum Bienenhaus gingen die Kinder mit Spannung. Aus sicherer Entfernung beobachteten sie das Flugloch des Bienenhauses. Beim Rund- und Schwänzeltanz probierten die Kinder im Anschluss die Kommunikationsweise der Honigbienen aus und sie erfuhren als Wächterbienen, wie sensibel der Geruchssinn von Bienen ist.

Für den sehr lehrreichen und spannenden Vormittag bedanken wir uns bei Fr. Ackermann sehr herzlich!