Projekttage "Wald" 2017


Während unserer Projekttage sollten die Schülerinnen und Schüler den Wald besser kennenlernen. Das Erleben des Waldes stand im Mittelpunkt. Als Rahmenhandlung diente die Legende der Schwarz Vere, eine Räuberbande, die im Wald lebte. Welche Fähigkeiten und welches Wissen brauchten die Räuber zur Orientierung und zum Überleben?

Am letzten Tag unserer Waldtage machten die Kinder selbst Bekanntschaft mit der List der Schwarz Vere. Nicht nur die Medaillen der Kinder wurden plötzlich gestohlen, auch unser Waldführer Hr. Ban wurde entführt. Ob und wie die Kinder der Schwarz Vere auf die Spur kommen, erfahrt ihr im Tagebuch:

Tag 1:

Am Naturschutzzentrum in Wilhelmsdorf begann unser erster gemeinsamer Waldtag. Bevor wir ins Dickicht des Waldes eintauchten, wiederholten wir noch einmal die Waldregeln. Dazu gehören z.B.: Wir sind Gäste des Waldes, wir gehen mit Rücksicht durch den Wald, wir hinterlassen keinen Müll, wir zerstören nichts, wir entfernen uns nicht allein von der Gruppe, wir bleiben in Sichtweite, …..

Auf dem Weg zu unserem „Lager“ machte unser Waldführer Hr. Ban uns auf vielerlei Dinge aufmerksam: Wir machten uns zunächst bewusst, wie vielseitig das Leben im Wald ist. Ohne Schwierigkeiten konnten wir reihum 40 Lebewesen des Waldes aufzählen.

Die Vielseitigkeit bringt jedoch auch Gefahren mit sich. So erfuhren die Kinder an einigen Beispielen, essbare und giftige Pflanzen zu unterscheiden. Wir kosteten junge Fichtennadelspitzen und Buchenblätter. Den Geschmack des Waldes fanden viele jedoch gewöhnungsbedürftig.

Wie vollkommen die Natur ist und wie viel wir von ihr lernen können, wurde uns am Beispiel einer Klettpflanze bewusst. Nicht umsonst ist der Klettverschluss an Kleidung und Schuhen von der Natur abgeschaut.

 

Bei Ankunft im Lager waren alle bereits sehr hungrig. Deshalb vesperten alle erst mal ausgiebig. Platz nehmen durften wir dabei auf dem Waldsofa des Waldkindergartens.

Der Rest des Vormittages war als „Freispiel“ geplant. Die Kinder konnten es kaum erwarten, das Waldstück zu erkunden. Spannend war dabei zu beobachten, wie unterschiedlich das Kennenlernen des Waldes aussah:

Die einen begannen Hütten zu bauen oder fertig zu stellen.

Andere untersuchten als Forscher den Waldboden.

Manche hatten Spaß am Klettern.

Einige begannen mit Waldmaterialien zu „kochen“.

Sogar als „Trampolin“ wussten manche Kinder den Waldboden zu nutzen.

Hier und da wurden Wald-Mandalas gelegt.

Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.

Zu schnell ging der erste Vormittag zu Ende.

Tag 2:

An unserem zweiten gemeinsamen Waldtag sollten sich die Kinder einige Fähigkeiten spielerisch aneignen, die für das Überleben im Wald notwendig sind. Auch die Schwarz Vere verfügte über diese Fähigkeiten.

 

5 Stationen konnten die Kinder dazu durchlaufen:

Bei der Station „Spinnennetz“ lernten die Kinder z.B., wie wichtig es ist, als Gruppe zusammenzuhalten. Nur durch Kommunikation, Mut und Vertrauen war es möglich, das Spinnennetz als Team zu überwinden.

 

An weiteren Stationen lernten die Kinder, auf ihre Sinne zu hören und diese zu schärfen:

Sich blind im Wald bewegen, einen Baum durch tasten näher kennenlernen, Waldmaterialien finden und zuordnen, vom Menschen gemachte oder verarbeitete Gegenstände im Wald erkennen.

Als Belohnung für ihre Anstrengung und Ausdauer wurden den Kindern Medaillen versprochen.

Tag 3:

Der letzte Waldtag war gleichzeitig unser spannendste. Am Morgen erfuhren die Kinder, dass die Schwarz Vere ihre Medaillen gestohlen hat. Um dem Bösewicht auf die Schliche zu kommen, mussten wir uns zunächst ein Bild des Räubers machen. Die Kinder fertigten dazu „Phantombilder“ aus Ton an. Nach der Vesperpause war zudem unser Waldführer spurlos verschwunden. Wenig später stellte sich heraus, dass dieser entführt wurde.

Um ihn zu befreien, mussten die Kinder nun das Wissen, welches sie sich die Tage zuvor angeeignet hatten, anwenden. Verschiedene Rätselfragen führten die Kinder auf die Spur der Schwarz Vere und schließlich zu dem Ort, wo der Waldführer war. Dass dieser in der Baumkrone gefesselt saß, damit rechnete wirklich niemand. Nur mit vereinten Kräften konnte dieser schließlich auf den Boden zurückgeholt werden und auch die Medaillen fanden die Kinder zu guter Letzt.

Die Waldtage waren für alle ein unvergessliches Erlebnis. Wir möchten uns bei Hr. Ban (den besten Waldführer, den man sich vorstellen kann) herzlich bedanken, dass er zum Gelingen der Projekttage erheblich beigetragen hat.